Kündigung Azubi

Die Kündigung eines Azubis ist grundsätzlich eine heikle Angelegenheit und bedarf ein gewisses Fingerspitzengefühl.

PRAXISTIPP Kündigung Azubi

Lassen Sie mündliche Kündigungen von Auszubildenden  nicht auf sich beruhen. Diese sind unwirksam und bleiben es auch. Der Auszubildende kann Monate später auf die Fortsetzung der Ausbildung pochen!

Angabe des Kündigungsgrundes – „was nicht drinnen steht, ist nicht passiert“

  • Die Angabe des wichtigen Grundes bei der außerordentlichen Kündigung ist – anders als im übrigen Arbeitsrecht – nach § 22 BBiG eine Wirksamkeits-voraussetzung.
  • Eine ausführliche Begründung verlangt das Gesetz nicht. Gleichwohl müssen die Kündigungsgründe aus in vollem Umfang und konkret schriftlich mitgeteilt werden. Die Begründung muss einen eindeutigen Schluss darüber zulassen, warum die Kündigung ausgesprochen wurde, insbesondere um welchen konkreten Vorfall es sich dabei handelt. Die Begründung soll dem anderen Teil das Verständnis ermöglichen, warum gekündigt wird. Auch soll sie die Prüfung der Zulässigkeit der Kündigung (i. d. R. mit Hilfe eines rechtskundigen Dritten) erleichtern, insbesondere dahin, ob eine Klage auf Feststellung der Rechtsunwirksamkeit Aussicht auf Erfolg haben wird. Deshalb muss die Begründung verständlich und aufschlussreich sein. Ausreichend ist, wenn die Kündigungsgründe in einer Anlage zum Kündigungsschreiben aufgeführt sind und im Kündigungsschreiben auf die Anlage verwiesen wird.